Witwenrente Hinzuverdienst

Ein Großteil der Witwen bzw. Witwer verlieren ihren Partner am Lebensabend. Für all jene, die sich also nicht mehr im aktiven Berufsleben befinden – oder auch solche, die kein aktives Berufsleben ausüben können – ist die Höhe möglicher Zuverdienste interessant. Den meisten wird die Höhe bereits unter einem vielfach geprägten Begriff der vergangenen Jahre geläufig sein: Minijob.

Hinter diesem Begriff verbirgt sich eine sozialstaatlich gesteuerte Verdienstgrenze in Höhe von 450 Euro pro Monat (seit 01.01.2013). Innerhalb dieser Grenzen handelt es sich um kein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis, ergo der Hinterbliebene muss keine Sozialabgaben an die Krankenkasse bzw. die Rentenversicherung entrichten.

Zuverdienste zur Witwenrente

Übersteigt der Verdienst diese Grenze, handelt es sich zwar um ein verpflichtendes Arbeitsverhältnis, er kann jedoch durchaus innerhalb der Freigrenzen liegen. Verdient die Witwe bzw. der Witwer nicht mehr als 657,89 EUR im Osten bzw. 741,05 EUR im Westen, wird der Verdienst nicht auf die Rente angerechnet. Für jedes minderjährige Kind des Berechtigten erhöht sich dieser Wert nochmals um 139,56 EUR (Ost) bzw. 157,20 EUR (West).

Achtung:

Die hier dargestellten Zuverdienste sind losgelöst von allen sonstigen Bezügen des Hinterbliebenen und unterliegen grundsätzlicher einer Einzelfallprüfung. Übersteigt der Verdienst die Freigrenze, werden 40 Prozent des übersteigenden Anteils auf die Rente angerechnet, d.h. sie vermindert sich um eben jenen Betrag. Einen Sonderfall stellen steuerfreie Einnahmen und Erträge aus staatlich geförderten Altersvorsorgeverträgen dar. Arbeitslosengeld II (Harz IV) wäre ein Beispiel für steuerfreie Einnahmen, die Riester-Rente dagegen ein staatlich geförderter Vertrag. Darüber hinaus gibt es keine direkte Grenze für den Zuverdienst. Der Hinterbliebene muss natürlich die Abzüge seiner Rente in Kauf nehmen.

Die Ermittlung des anrechenbaren Einkommens obliegt dem der Rentenversicherungsträger. In erster Instanz summiert er alle Zuflüsse zu einem Bruttoeinkommen, von dem je nach Art des Einkommens pauschalierte Werte im Sinne des § 18b SGB IV abgezogen werden. Das sich daraus ergebende Nettoeinkommen stellt den eigentlichen Zuverdienst für die Witwe bzw. den Witwer dar.

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