Witwenrenten

Berechnung – Beantragung – Hinzuverdienstgrenze

Witwenrenten - Berechnung – Beantragung – Hinzuverdienstgrenze

Witwenrenten


Witwe - TrauerDer Verlust eines geliebten Menschen ist ein Schicksalsschlag. Die empfundene Trauer ist ein Zeichen des Respekts für den Verstorbenen und nicht zuletzt ein Katalysator, der die Hinterbliebenen miteinander verbindet. Tatsächlich ist es nicht allein der physische Verlust des Dahingeschiedenen, der die Witwe bzw. den Witwer nachhaltig berührt, sondern das sich vielfach daran anschließende finanzielle Defizit.

Formen der Witwenrenten

Gleichwohl in diesem Beitrag vorrangig die Witwenrente behandelt wird, werden alle Formen der Hinterbliebenenrente in der gebotenen Form erläutert, da eine direkte (steuer-)rechtliche Verbindung zwischen ihnen besteht.

Zum Schutz der Hinterbliebenen hat der deutsche Staat die Witwen-/Witwer-, Waisen- bzw. Erziehungsrente eingeführt. Diese Rentenleistungen sollen einen eventuellen Einkommensverlust kompensieren. Die Trägerschaft übernimmt die „Deutsche Rentenversicherung“.

War der Verstorbene ein Beamter oder Landwirt besteht ggf. auch ein Anspruch aus einer anderen Versorgungseinrichtung. Gleiches gilt für verstorbene hauptberufliche Künstler im Sinne der Künstlersozialkasse. Die Ermittlung möglicher Anwartschaften, ferner auch privatversicherungsrechtlicher Verträge, ist dabei grundsätzlich Einzelfallprüfung.

Witwenrente Voraussetzung

Die kleine Witwenrente steht dem Ehepartner bzw. eingetragenen Lebenspartner des Verstorbenen gem. § 46 SGB VI zu, wenn die Verbindung mindestens ein Jahr bestanden hat und die Ehe/Lebenspartnerschaft nicht überwiegend aus Versorgungsgründen geschlossen wurde. Diese läge vor, wenn die Ehe in dem Bewusstsein geschlossen wird, dass einer der Ehepartner in absehbarer Zeit versterben wird (z.B. durch Krebs) und die Verbindung nur der sozialen Sicherheit des Hinterbliebenen dienen soll. Die Rentenansprüche aus der kleinen Witwenrente betragen 25 Prozent der (fiktiven) Rente wegen voller Erwerbsminderung des Verstorbenen und werden längstens 24 Monate geleistet.

Anmerkung:

Die genannte Jahresregelung für neue Ehen wurde im Zuge einer Änderung des Hinterbliebenenrechtes eingeführt und betrifft ausschließlich